September 14, 2019

Die Auster Pinctada maxima

Von Francisco Javier Fernandez Sanchez
THE PINCTADA MAXIMA OYSTER | The South Sea Pearl

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Suchen Sie nach der Perle auf der philippinischen 1 000-Peso-Banknote? Es handelt sich um Pinctada maxima — die Riesen-Perlauster, die seit 2010 zusammen mit den Tubbataha-Riffen auf der Rückseite der philippinischen 1 000-Peso-Banknote abgebildet ist. Die Biologie der Art wird unten ausführlich beschrieben. Zur Geschichte der Banknote im Speziellen siehe Philippinische 1 000-Peso-Note (Wikipedia).

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Möchten Sie mehr über die Auster selbst, ihren Lebenszyklus und die Entstehung der Perle erfahren? Lesen Sie unten weiter.

In der Regel stammen die schönsten Perlen aus den Mollusken mit den schönsten Schalen.

Die australische Südsee-Perlauster (Pinctada maxima) ist die größte und seltenste aller Perlaustern; sie erzeugt das feinste und schönste Perlmutt aller Weichtiere.

Dieser Artikel behandelt, was Pinctada maxima ist, worin sie sich von der schwarzlippigen Tahiti-Perlauster unterscheidet, den Lebenszyklus vom Spat bis zur geernteten Perle, die Wissenschaft der Perlmuttbildung sowie die Kultivierungsmethoden australischer, indonesischer und philippinischer Farmen. Eine ausführliche FAQ am Ende beantwortet die häufigsten Fragen.

Was ist Pinctada maxima?

Pinctada maxima ist die größte perlenbildende Auster der Welt — erwachsene Schalen erreichen 30 cm (12 Zoll) Breite und wiegen bis zu 5 kg und übertreffen damit deutlich Pinctada margaritifera (schwarzlippige Tahiti-Perlauster, 15–20 cm) und Pinctada fucata (japanische Akoya, 8–10 cm). Die Art wurde erstmals 1758 von Carl von Linné wissenschaftlich beschrieben.

Innerhalb der Art existieren zwei natürliche Farbvarianten, die sich durch die Pigmentierung der Innenschale (des Mantels) unterscheiden:

  • Silberlippige Pinctada maxima — erzeugt weiße Südseeperlen mit zarten rosa-, silber- oder cremefarbenen Übertönen. Beheimatet vor allem in australischen Gewässern und Teilen Indonesiens.
  • Goldlippige Pinctada maxima — erzeugt goldene Südseeperlen in Tönen von blassem Champagner bis zu tiefem 24-karätigem Gelbgold. Beheimatet vor allem auf den Philippinen und in Teilen Indonesiens.

Beide Varianten sind genetisch dieselbe Art, erzeugen jedoch aufgrund unterschiedlicher Pigmente im Mantel grundverschiedene Perlenfarben. Beide sind Salzwasseraustern und leben in den tropischen und subtropischen Gewässern der indopazifischen Region in 5 bis 50 Metern Tiefe.

Pinctada maxima gegenüber Pinctada margaritifera

Die beiden Austernarten erzeugen sehr unterschiedliche Perlen und werden häufig verwechselt. Hier der praktische Vergleich:

Merkmal Pinctada maxima Pinctada margaritifera
Trivialname Südsee-Perlauster Schwarzlippige Tahiti-Auster
Schalengröße erwachsen 25–30 cm 15–20 cm
Perlenfarben Weiß, golden, Champagner Pfauenfarbe, Aubergine, Grün, Silberblau, Dunkel
Perlengröße 9–20 mm (größte kultivierte Salzwasserperlen) 8–16 mm
Perlmuttdicke 2–6 mm (dickste aller Zuchtperlen) 0,8–2,5 mm
Kultivierungsdauer 2–3 Jahre 18–24 Monate
Herkunft Australien, Indonesien, Philippinen, Myanmar Französisch-Polynesien (Tahiti, Mangareva, Tuamotu)

Der Lebenszyklus von Pinctada maxima

Vom Spat bis zur geernteten Perle benötigt Pinctada maxima insgesamt 5 bis 6 Jahre. Der Weg:

  1. Spat-Sammlung (Jahr 0): Frei schwimmende Austernlarven werden aus der natürlichen Planktondrift mit Sammelseilen aufgefangen. Die Überlebensrate ist niedrig — in der Regel erreichen nur 1 bis 2 % der Larven die Geschlechtsreife.
  2. Juveniles Wachstum (Jahre 1–2): Überlebende Spats werden in Zuchtkäfige umgesetzt, in denen sie vor Fressfeinden geschützt heranwachsen. Die Jungtiere entwickeln eine harte Schale und erreichen 5 bis 10 cm.
  3. Nukleation (Jahre 2–3): Eine erfahrene Fachkraft setzt einen kleinen Perlkern (aus poliertem Süßwassermuschelschalenmaterial) sowie ein Stück Manteltransplantat einer Spenderauster in die Gonade der Empfängerauster ein. Dieser präzise und heikle Eingriff macht Perlzucht überhaupt erst möglich. Die meisten Farmen beschäftigen in Japan ausgebildete Nukleationstechniker, deren Ausbildung fünf Jahre und länger dauert.
  4. Genesung (3–6 Monate): Die nukleierte Auster wird in geschützten Lagunengewässern aufgehängt, damit sie sich erholen kann. Die Sterblichkeitsrate liegt in dieser Phase bei 30 bis 50 %.
  5. Perlbildung (Jahre 3–5): Überlebende Austern lagern Perlmutt Schicht für Schicht um den Perlkern ab. Jede Schicht ist 0,0003 mm dünn — eine 4 mm dicke Perlmuttschicht entspricht somit über 13 000 mikroskopischen Schichten, die über 24 bis 36 Monate hinweg aufgetragen werden.
  6. Ernte (Jahre 5–6): Die Austern werden behutsam geöffnet, die Perlen entnommen, und die Auster wird entweder erneut nukleiert, um eine zweite Perle zu erzeugen (kleiner, schneller), oder zurück in die Natur entlassen.

Wie eine Südseeperle tatsächlich entsteht

Die Perlbildung ist eine Abwehrreaktion. Wird der Perlkern implantiert, umschließt das Manteltransplantat (das mit dem Kern eingebrachte Spenderstück) ihn und beginnt mit der Perlmuttabsonderung — derselben Substanz, mit der die Auster das Innere ihrer Schale auskleidet.

Perlmutt ist ein Verbundwerkstoff aus:

  • Aragonitkristallen (Kalziumkarbonat, 95 % nach Masse) — angeordnet in mikroskopisch kleinen, sechseckigen Plättchen
  • Conchiolin (organische Proteinmatrix, 5 %) — der „Kitt" zwischen den Aragonitschichten

Die Anordnung der Plättchen ist entscheidend: Aragonitplättchen werden wie Ziegel aufgeschichtet, mit Conchiolin als Mörtel zwischen den Schichten. Licht, das auf die Oberfläche trifft, bricht sich an diesen mikroskopisch feinen Schichten — und genau das erzeugt den Lüster der Perle (jenes innere Leuchten, das echte Perlen von Imitaten unterscheidet). Je dicker und gleichmäßiger das Perlmutt, desto tiefer der Lüster.

Australische, indonesische und philippinische Kultivierung

Australien (weiße Südseeperle, Premiumsegment)

Australische Farmen — vor allem in Westaustralien (Region Broome) und im Northern Territory — arbeiten unter strengen staatlichen Quoten. Die Gewässer sind unberührt und nur dünn besiedelt. Australische Perlen erzielen innerhalb der Kategorie Südseeperle die höchsten Preise.

Indonesien (gemischt weiß und golden, breitestes Spektrum)

Indonesische Farmen — Lombok, Sulawesi, Westpapua — erzeugen sowohl weiße als auch goldene Südseeperlen. Die wärmeren Wassertemperaturen ermöglichen ein schnelleres Wachstum des Perlmutts. Indonesische Perlen decken das breiteste Farbspektrum ab.

Philippinen (goldene Südseeperle, Premium-Goldton)

Philippinische Farmen — vor allem auf Palawan, Mindanao und im Sulu-Archipel — spezialisieren sich auf goldlippige Pinctada maxima und erzeugen die tiefsten 24-karätigen goldenen Südseeperlen. Die Art ist seit 2010 zusammen mit den Tubbataha-Riffen auf der Rückseite der philippinischen 1 000-Peso-Banknote abgebildet.

Klassifikation von Südseeperlen (AAA, AA, A)

Klasse Oberfläche Lüster Form Marktanteil
AAA (Klassifikation des Herstellers) 95 % und mehr sauber Spiegelnd Rund bis nahezu rund ~5 %
AA 85 % sauber Hoch Nahezu rund ~30 %
A 60–75 % sauber Mäßig Tropfen, Knopf, barock ~50 %

Ökologische Nachhaltigkeit

Die Perlzucht zählt zu den umweltverträglichsten Formen der Aquakultur. Pinctada maxima-Austern sind Filtrierer, die das Wasser um sich herum reinigen. Die australische Perlenindustrie arbeitet unter strengen Standards — dem Pearling Code of Practice ergänzt durch die bundesstaatlichen Umweltschutzgesetze.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß werden Pinctada maxima-Austern?

Erwachsene Schalen erreichen 25 bis 30 cm (10 bis 12 Zoll) Breite und wiegen bis zu 5 kg. Sie sind mit Abstand die größten perlenbildenden Austern.

Wie lange dauert es, eine Südseeperle zu erzeugen?

Vom Austernspat bis zur geernteten Perle: insgesamt 5 bis 6 Jahre. Die Perle selbst wächst 2 bis 3 Jahre nach der Nukleation. Pinctada maxima lagert Perlmutt langsamer ab als andere Perlaustern, erzeugt jedoch dickeres und dichteres Perlmutt.

Sind Südseeperlen echte Perlen?

Ja. Südseeperlen sind Zuchtperlen — die Bildung wird vom Menschen angestoßen (ein Perlkern wird implantiert), die Perle selbst entsteht jedoch auf natürliche Weise in der Auster. Das Perlmutt ist mit dem natürlicher Perlen identisch.

Warum sind Südseeperlen so teuer?

Mehrere Faktoren: Die Auster ist selten und langsam wachsend; die Überlebensraten sind niedrig (nur 30 bis 50 % der nukleierten Austern erzeugen eine Perle); die größten Größen (15 mm und mehr) sind außergewöhnlich selten; und die Nachfrage aus den asiatischen Luxusmärkten wächst weiterhin schneller als das Angebot.

Kann man authentifizierte Pinctada maxima-Perlen online kaufen?

Ja — die Qualität schwankt jedoch. Achten Sie auf: ein Echtheitszertifikat, das die konkrete Farm oder Region nennt; Preise, die den Marktreferenzen entsprechen; einen reaktionsschnellen Kundenservice.

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Was ist der Unterschied zwischen Pinctada maxima und Pinctada margaritifera?

Beide sind perlenbildende Austern der Gattung Pinctada, jedoch unterschiedliche Arten. Pinctada maxima (Südsee-Auster) lebt in den Gewässern Australiens, Indonesiens und der Philippinen und erzeugt weiße und goldene Perlen von 9 bis 20 mm. Pinctada margaritifera (schwarzlippige Tahiti-Auster) lebt in den Gewässern Französisch-Polynesiens und erzeugt schwarze, Pfauen- und Auberginen-Perlen von 8 bis 16 mm.

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